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29.06.2015 16:12

Neues Kreishaus: Neubau am alten Standort beschlossen

Q: Norddeutsche Rundschau

Ein kurzfristiger Antrag der FDP-Kreistagsfraktion wurde mehrheitlich beschlossen und beinhaltet folgende Punkte:

1. Das neue Kreishaus wird am alten Standort an der Viktoriastraße gebaut.
2. Die neuen Gebäude an der Karl- und der Poststraße werden zuerst gebaut.
3. Das Bahnhofshotel und das Bollhardt'sche Gebäude werden nicht saniert.

Die Kreishaus-Debatte im Kreistag kann man unter folgendem Link bei der Norddeutschen Rundschau nachlesen:

http://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/die-kreishaus-debatte-id10076651.html

Zitat:

"Mit einem neuen Antrag wartete FDP-Fraktionschef Willi Göttsche auf. Es gehe um die Standortentscheidung – „Innenstadt oder zwingt man uns, den Bau auf Alsen zu errichten?“ Das jetzige Kreishaus sei eine „Bruchbude, das geht so nicht“. Viel zu lange sei gespart worden. Die erste Entscheidung, an der Viktoriastraße neu zu bauen, sei gut und richtig gewesen. Die 15 bis 17 Millionen, die veranschlagt worden seien, seien ebenso wie die neuen Zahlen nur gegriffen gewesen. Was entstehen solle, sei ein Verwaltungsgebäude, kein Schloss. Deshalb wolle die FDP ein Budget von 40 Millionen Euro festschreiben, das allerdings nach genaueren Planungen zu überprüfen sei. „Es ist dem Bürger nicht zuzumuten, dass wir unnützes Geld in die Hand nehmen“, so Göttsche.

Deshalb sei es auch unerträglich zu glauben, dass aus den alten Gebäuden eine funktionierende Verwaltung werden könne. Von diesen Bauten müsse man sich verabschieden, den Interessengruppen aber bei der Gestaltung eines Neubaus entgegen kommen: „Wir finden eine Fassade, die die Menschen auch mögen.“ Er wisse um die Bindung an den Bürgerentscheid, so Göttsche. Das Ergebnis müsse sein: Es werde neu gebaut, es werde gebaut für die Itzehoer, ihnen komme der Kreis entgegen, erwarte aber auch von ihnen Bewegung. „Sonst stehen hier am Ende zwei Rattenburgen, die niemand kaufen wird.“ Und dann werde abgerissen.

Göttsches Antrag sah deshalb so aus: Bauen in der Innenstadt, zuerst an der Karl- und der Poststraße. Nach Ablauf der Bindungsfrist für das Bürgerbegehren im Juli 2016 solle der Kreis den Abriss von Bahnhofshotel und Bolhardtschem Gebäude betreiben. Der Neubau erhalte eine Fassade, die an das historische Straßenbild der Viktoriastraße angepasst wird. Eine Sanierung von Bahnhofshotel und Bolhardtschem Gebäude wird ausgeschlossen. Wenn es dafür keine Mehrheit gebe, stimme er für Alsen, so Göttsche. Das dürfe aber nicht leichtfertig geschehen, Ziel sei ein möglichst vorzeigbares Gebäude.

Die Kreisverwaltung dürfe nichts tun, was dem Bürgerentscheid zuwiderlaufe, sagte Patrick Hallmann aus dem Rechtsamt. Aber es dürfe wohl geplant werden, weil das nicht an den Fassaden rüttele. Tobias Rückerl (FDP) schlug vor, es solle die Absicht für Abriss und Neubau ausgedrückt werden, auch um offen und ehrlich gegenüber der Öffentlichkeit zu sein."

"Unsäglich fand es Tobias Rückerl (FDP), sich auf das Geld zu versteifen. Es gehe um eine strategische Entscheidung. Die Innenstadt könne durch Wohnungen anstelle des Kreishauses gestärkt werden, meinte er am Beispiel Pinnebergs. Aber: „Das Leben ist ein Kompromiss“, deshalb könne er die Quartierslösung in der vorgeschlagenen Form mittragen. Das Paket sei vernünftig, die Optik müsse so sein, dass sie der Masse der Bürger gefalle. Gebe es aber keine Mehrheit für den Neubau, werde er für Alsen stimmen."

"Stefan Goronczy (FDP) sprach sich für die Quartierslösung aus. Dabei werde er, anders als seine Fraktionskollegen auch bei einer Ablehnung bleiben – der Kostenunterschied zu Alsen sei zu groß. Die Kreisumlage um zwei Punkte zu erhöhen, schränke die Gemeinden zu sehr ein. „Ist es den Bürgern das wert? Ich glaube nicht.“ Alsen bringe mehr Kosten und Risiken, auch im Falle einer Verwaltungsstrukturreform. An Großkreise glaube er nicht.

Goronczy sprach sich für den „historisierenden Neubau“ in der Viktoriastraße aus. „Die Bürgerinitiative muss einsehen, dass Bahnhofshotel und Bollhardtsches Gebäude nicht das Holstentor sind.“ Er wünschte sich Kompromissbereitschaft, den ein Kreishaus auf Alsen bedeute in jedem Fall den Abriss der beiden alten Gebäude. Da gelte es, lieber den Spatz in der Hand zu nehmen."

 

 

 

 

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